Was ist Linux?

Für alle, die nicht als Phreaker geboren und in Foren mit Source Code statt
Muttermilch groß gezogen wurden, stellt sich die Frage manchmal gar nicht erst,
was es eigentlich für Alternativen zu den großen Betriebssystemen Windows oder
Mac gibt. Und warum auch? Diese scheinen ja alles zu bieten, alles zu
dominieren. Wer oder was soll denn bitte dieser Linux sein?! Ist das nicht
einer von Snoopys Freunden? So etwas höre ich oft.

Doch nichts
da! Würden wir alle mit dieser Einstellung durchs Leben gehen, wo wäre
beispielsweise Mozilla heute? Wir wollen uns gar nicht vorstellen, in welch
trüben Gewässern aus langsamen Ladezeiten und unsicheren Verbindungen wir, aber
auch Opera oder der Internet Explorer, heute noch rumdümpeln würden, hätten die
Open Source Projekte Mozillas nicht einstmals so sehr den Markt erschüttert.

Um also aufs
Thema zurück zu kommen, wollen wir heute, ganz basal erklären, was genau Linux
denn nun ist und wo die Vor- aber auch die Nachteile seiner Anwendungen liegen.

Linux ist ein Linux, Betriebssystem, beziehungsweise ist es ein Kernel, das, wenn auch nicht
ausschließlich, mit der GNU Software zusammen ein Betriebssystem bildet. Das  Kernel, also der Systemkern, stellt die Schnittstelle zwischen Hard- und
Software da. Damit ermöglicht es Programmen den Zugriff auf Rechnerkomponenten
wie Festplatte, Speicher oder Tastatur.

Linux
funktioniert auf einer Unmenge von Plattformen wie Intel oder Motorola 68K
basierten Computern, das heißt es ist auf Desktops, Laptops und Netbooks aber
mittlerweile auch auf ausgewählten Smart Phones anwendbar. Was es grundlegend
von beispielsweise Windows unterscheidet, ist, dass es auf dem Open Source Gedanken
beruht. Das heißt, dass es seit seiner Erfindung 1991 unter die General Public
Licence (GPL) gestellt wurde, die jedem, der daran Interesse hat, kostenfreien
Zugang zum Quellcode des Linux Betriebssystems gewährt. Auf diese Art sind die
bahnbrechenden Entwicklungen, die Linux in den letzten 20 Jahren gemacht hat,
nicht nur seinem Erfinder Linus Torvalds zuzurechnen, sondern einer Vielzahl
von Entwicklern weltweit, die immer neue Funktionen entwickeln oder Fehler
finden und ausmerzen.

Wie der deutschen
Webseite von Linux zu entnehmen ist, wird Linux „mittlerweile von knapp 10
Millionen Anwendern auf ca. 8 Millionen Rechnern genutzt.“ Benutzergruppen sind
private Anwender, Universitäten und Forschungszentren aber auch verstärkt
kommerzielle Anwender.

Wie andere
Betriebssysteme bietet Linux ebenfalls Präemtives Multitasking, dynamisch
nachladbare Bibliotheken mit Versionsnummern oder virtuelle Speicherverwaltung,
ist also mitunter ebenso „handlich“ wie seine Konkurrenz.

Herausragende
Qualitäten zeigt Linux im Bereich der Netzwerkperformance und der
Internetsicherheit. Ein weiterer Vorteil gegenüber Windows ist der simple Fakt,
dass das Betriebssystem kostenfrei erhältlich ist und weniger hackergefährdet.
Es ist in seiner Betriebsgeschwindigkeit meistens stabiler als Windows und in
manchen Punkten tatsächlich übersichtlicher und leichter anpassbar. Eines der
größten Contras ist hingegen die Tatsache, dass Linux mitunter etwas
„einsteigerfeindlich“ ist, das heißt, dass es einer gewissen Einarbeitungszeit
bedarf, bis man sich dort frei bewegen kann. Oftmals kommt es zu
Kompatibilitätsproblemen mit Anwendungen von Drittanbietern, die in
komplizierten Installationsverfahren umgangen werden müssen. Diese nehmen aber
mit der zunehmenden Verbreitung von Linux ab und, ganz ehrlich, wer seinen
Computer tatsächlich kennenlernen möchte, ist mit Linux gut bedient. Wer es
hingegen simple & easy haben möchte und sich keine Gedanken um Ideen wie
Open Source macht, sollte bei seinem herkömmlichen Betriebssystem bleiben.

Die definitiv
kostengünstigere und oftmals schlankere Variante stellt Linux im Bereich der
Laptops dar. Weil Linux nichts oder wenn doch, dann sehr wenig kostet, werden
viele Laptops an dieses Betriebssystem gekoppelt. Sie kommen dann mit einer
vorinstallierten Version von Linux. Weil es zudem leichter möglich ist, sehr
abgespeckte Versionen zu produzieren, ist dies auch ein sehr beliebtes
Betriebssystem für die leistungsschwächeren Netbooks.

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