Was ist Matlab?

In den späten 1970ern setzte sich Cleve Moler an der Universität New Mexico, hin, um für Studenten einen nachvollziehbaren Zugang zu Bibliotheken für lineare Algebra zu schaffen, ohne dass bei diesen Programmierkenntnisse von Nöten wären. Aufgrund von dessen bahnbrechendem Erfolg, gründete er 1984 mit zwei Kollegen die Firma “The MathWorks” und machte Matlab kommerziell zugänglich.

Fragt man “The Math Works”, die Entwicklerfirmer der kommerziellen Software Matlab (bzw. MATLAB), worum es sich dabei handelt, ist deren Antwort, dass dies “eine hochentwickelte Sprache für technische Berechnungen und eine interaktive Umgebung für die Algorithmenentwicklung, die Visualisierung und Analyse von Daten sowie für numerische Berechnungen ist.” Ziel ist es, damit technische Probleme zu lösen, bzw. die Lösung mathematischer Probleme inklusive der grafischen Darstellung ihrer Ergebnisse. Dabei ist Matlab vor allem für numerische Berechnungen mithilfe von Matrizen gedacht.
Eines der Hauptmerkmale von Matlab ist, dass es sich dabei um eine
hochentwickelte Programmiersprache für wissenschaftlich-technische
Berechnungen handelt, ebenso wie um eine Entwicklungsumgebung, um Code,
Dateien und Daten zu verwalten.

Einfacher  ausgedrückt, lässt sich Matlab aber als gigantischer
Taschenrechner beschreiben, der zugleich eine höhere Programmiersprache
mit integrierter Entwicklungsumgebung darstellt. Man kann damit
Berechnungen auf gut verständliche Weise vornehmen. Mathematische
Begrifflichkeiten werden in einem auch für Anfänger zugänglichen Format
visualisiert. Die Programmiersprache ist klar und verständlich
strukturiert, weshalb sie sich ebenfalls als zugänglich erweist.

Matlab eignet sich für Anwendungsgebiete wie die Signal- und
Bildverarbeitung, für Kommunikationssysteme, den Steuerungsentwurf,
Tests und Messungen, Finanzmodellierung und -analyse und rechenintensive
biologische Probleme.

Anders als Computeralgebrasysteme dient Matlab vor allem der numerischen
(statt der symbolischen) Lösung von Problemen, wie in numerischen
Simulationen oder der Datenanalyse.

Auch wenn es sich bei Matlab, um eine komplexe Entwicklerumgebung und um
eine mächtige Programmiersprache mit eigener Syntax handelt, ist es mit
ein wenig Übung und Rumprobiererei durchaus möglich, sich in dieses
Programm einzuarbeiten. Ein wenig Geduld und mathematisches Verständnis
schaden allerdings nicht.

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