Wohin entwickelt sich die Ozeanographie?

Die Entwicklung der Ozeanographiebeschreibe ich in meinem nächsten Post über dieses interessante Thema.Entscheidende Entwicklungen in der Ozeanographie sind über die letzten Jahre angetrieben worden, weil etwa die technische Entwicklung im Computerbereich eine ganz andere Liga von numerischen Berechnungen zulassen: So genannte Supercomputer erlauben heutzutage, hochkomplexe physikalische Vorgänge wir das Wetter oder die Meeresströmung nicht nur mit atemberaubender Präzision zu erfassen, sondern auch auf dieser Grundlage akkurate Vorhersagen zu treffen.

Eine Liste der leistungsfähigsten Supercomputer und ihrer Funktionen findet sich hier: http://www.fassbender.fh-aachen.de/Download/ISE_Seminar/Ausarbeitungen/Chatzopoulos%20-%20TOP500-Die%20Liste%20der%20Supercomputer.pdf

Auch der verstärkte Einsatz von Satelliten gibt heutzutage schon einen sehr viel präziseren Zugang zu den Bewegungen des Meeres. In dem Tempo, in dem die technologische Entwicklung voranschreitet, ist kaum abzusehen, wo sich die Ozeanographie in den nächsten zwanzig Jahren hin entwickeln wird. Es ist allerdings nicht zu erwarten, dass auf empirisch im Meer und Labor generierte Daten verzichtet wird.

Vor allem in Hinblick auf die Klimaforschung, also im Zusammenhang von Erderwärmung und Abschmelzen der Polkappen aber auch im Angesicht größerer Ölkatastrophen, hat die Ozeanographie über die letzten Jahre noch einmal verstärkte an Bedeutung gewonnen und ihre Forschung wird dementsprechend auch finanziell gefördert. Es wird sich dort etwa gefragt, wie die globale Zirkulation unter dem Szenario eines Klimawandels verändern wird. Zwischen weit verbreiteter Ignoranz, Hilflosigkeit und medialer Panikmache bietet die Ozeanographie dabei fundiert erhobene Daten, auf deren Grundlage auch die Klimaforschung weitergetrieben werden kann, was letzten Endes die Möglichkeit gibt auch auf politischer Ebene auf dieses Problem zu reagieren.

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